Du hast sicher schon den kleinen quadratischen Code im Zahlungsbereich einer Rechnung gesehen, direkt neben der IBAN. Das ist keine Dekoration — es ist ein standardisierter Zahlungscode, den dein:e Kund:in scannen kann, um eine Überweisung automatisch auszufüllen. So funktioniert er, und das ist er nicht.
Was er wirklich ist
Er heißt EPC-QR-Code, definiert vom European Payments Council in der Spezifikation EPC069-12. In Deutschland heißt er GiroCode, in Österreich Stuzza-QR; anderswo im SEPA-Raum meist einfach EPC- oder SEPA-QR-Code. Alle Namen bezeichnen exakt denselben zugrunde liegenden Standard.
Der Code enthält die Daten für eine SEPA-Überweisung: Name des Zahlungsempfängers, IBAN, Betrag und einen Verwendungszweck (plus einige optionale Felder). Wird er mit einer Banking-App gescannt, füllen sich diese Felder automatisch — keine 22-stellige IBAN von Hand abtippen, kein Risiko, zwei Ziffern zu vertauschen.
Was er nicht ist
Er ist aktuell keine gesetzliche Pflicht — weder in Deutschland noch in Österreich noch auf EU-Ebene. Es gibt kein Bußgeld dafür, wenn er auf deiner Rechnung fehlt. Es ist ein freiwilliger, weit verbreiteter Komfortstandard — kein Teil der E-Rechnungspflicht und nicht dasselbe wie ZUGFeRD-/Factur-X-Konformität. Du kannst jede Rechnungsvorschrift vollständig erfüllen und trotzdem keinen QR-Code haben — und umgekehrt.
Wo er tatsächlich funktioniert
Die Bankenunterstützung ist seit der Einführung 2018 stetig gewachsen, am stärksten in Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Finnland, Luxemburg und den baltischen Staaten — die meisten gängigen Banking-Apps in diesen Märkten können einen EPC-QR-Code scannen und automatisch ausfüllen. Anderswo im SEPA-Raum ist die Abdeckung unterschiedlich; erkennt die Banking-App deines Kunden den Code nicht, greift er einfach auf eine normale manuelle Überweisung mit der daneben gedruckten IBAN zurück.
Warum er sich trotzdem lohnt
Selbst wo die Verbreitung nicht flächendeckend ist, ist der Nachteil, einen Code einzubinden, praktisch null — er ersetzt die gedruckte IBAN nicht, sondern gibt Kund:innen, die ihn nutzen können, einen schnelleren Weg zur korrekten Zahlung. Gerade bei Kund:innen in der EU oder im DACH-Raum nimmt er eine kleine Reibungsstelle zwischen “Rechnung verschickt” und “Geld erhalten” weg.
In Billino
Jede EUR-Rechnung, die du mit hinterlegter IBAN erstellst, enthält automatisch einen GiroCode (EPC-QR-Code) im Zahlungsbereich — ganz ohne Einrichtung. Dein:e Kund:in scannt ihn mit der Banking-App, und die Überweisung ist mit Betrag, IBAN und Verwendungszweck bereits ausgefüllt.